2011 bin ich aus Deutschland ins Médoc im Südwesten Frankreichs gezogen. Hier begann meine Leidenschaft für die kreative Arbeit mit Stoffen.

Mit der Zeit ist das Arbeiten an der Nähmaschine für mich zu einem wichtigen kreativen Ausgleich geworden. Besonders in den letzten Jahren habe ich meine Liebe zum Patchwork und Quilting entdeckt – eine Kunstform, die hier nicht so sehr verbreitet ist wie in Deutschland oder den USA.

Ein Quilt ist weit mehr als nur eine Decke – er kann auch ein Wandbehang, ein Kunstobjekt oder ein persönliches Erinnerungsstück sein. Die Oberseite wird in Patchworkarbeit gefertigt, bei der viele verschiedene Stoffstücke, oft klein und detailreich, zu Mustern oder Bildern zusammengesetzt werden. Das anschließende „Quilten“ bezeichnet das Verbinden der Patchwork-Oberseite mit einer wärmenden Füllung und einer Rückseite. Diese drei Lagen werden durch dekorative Nähte zusammengehalten („gequiltet“) und abschließend mit einem meist von Hand angenähten Stoffstreifen eingefasst. So entsteht ein handgemachtes Unikat mit Charakter, Geschichte und oft auch emotionalem Wert.